Philosophie und insbesondere ethische Fragestellungen haben mich während meiner langjährigen Berufszeit als Lehrer, Heilpädagoge und Schulleiter schon immer interessiert. Deshalb habe ich in etwas höherem Alter an der Uni Zürich einen Masterstudium (MAE) in Philosophie und angewandter Ethik absolviert und 2009 abgeschlossen.

Ethik-Weiterbildungskurse an der Volksschule habe ich schon mehrfach durchgeführt. Das hat mich motiviert, Ethik auch in der Lehrerfortbildung anzubieten. Dies auch aus dem Aspekt, weil das Unterrichtsfach Religion und Kultur um die Ethik erweitert worden ist.

Die Lehrpersonen lernen in meinem Kurs, wie sie Schüler und Schülerinnen unterstützen:

  • Eigene Vorstellungen zu ethisch-moralischen Problemstellungen zu klären
  • Sich selbst und andere besser verstehen zu können
  • Die eigene Meinung kritisch zu hinterfragen
  • Normen und Werte zu erfassen
  • Sinn und Stichhaltigkeit von Argumenten zu erfassen
  • Mögliche Lebensweisen (auch alternative) gedanklich zu erkunden
  • Perspektivenwechsel vollziehen zu können

Diese Inhalte werden anhand von konkreten Beispielen erläutert, diskutiert und auch in Rollenspielen behandelt. Ich habe hierzu ein Skript mit Beispielen verfasst.

Als spannende Herausforderung in der Lehrerfortbildung sehe ich die Vermittlung der Ethik als die Wissenschaft der Moral. Jemand tut zum Beispiel etwas aus einer guten Absicht heraus, die Durchführung misslingt völlig oder richtet sogar Schaden an. Hinter dieser Ausgangslage verbergen sich zwei grundlegende ethische Theorien. Einerseits die Theorie der Deontologie, die besagt, dass alles Entscheidende die Haltung ist, egal was dabei herauskommt.  Andererseits der Konsequentialismus, welcher definiert, dass nur das Ergebnis einer Handlung entscheiden ist. Und schon sind wir mitten in der Diskussion….

Der nächste Kurs für alle Stufen findet am 18.3.2020 statt: Ethik – Philosophieren in der Schule