ADHS in der Schule – Diagnose mit Folgen?

Zwischen Etikettierung und pädagogischem Auftrag

ADHS ist eine weit verbreitete Diagnose im schulischen Kontext und beeinflusst die Wahrnehmung sowie den Umgang mit Kindern, die durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder Hyperaktivität auffallen. Gleichzeitig wird diese Diagnose in Fachkreisen zunehmend kritisch diskutiert. Für die Schule stellt sich daher die Frage, welche Bedeutung solchen Zuschreibungen zukommt und wie pädagogisches Handeln gestaltet werden kann, ohne vorschnell zu etikettieren. Im Zentrum steht ein reflektierter Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten im Unterricht.

Kursinhalt und Kursziele

  • ADHS zwischen medizinischer Diagnose und kritischer fachlicher Einordnung
  • Ursachen und Hintergründe von Aufmerksamkeits- und Verhaltensauffälligkeiten
  • Pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit herausforderndem Verhalten
  • Zusammenarbeit mit Eltern im Spannungsfeld unterschiedlicher Sichtweisen
  • Unterschiedliche Perspektiven auf ADHS kritisch einordnen können
  • Ursachen von Konzentrations- und Verhaltensschwierigkeiten differenziert verstehen
  • Pädagogische Strategien für den Unterricht reflektiert anwenden können
  • Sicherheit im Umgang mit Eltern in sensiblen Gesprächssituationen gewinnen

Lehrplan 21

Zyklus 1 - 3: Die Schülerinnen und Schüler können

  • je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen. Link
  • sich auf eine Aufgabe konzentrieren und ausdauernd und diszipliniert daran arbeiten. Link

Arbeitsweise

Referat; Arbeit im Plenum; Partner- und Gruppenarbeiten; Austausch/Diskussion

Zielgruppe

Alle

Übersicht

Kursnummer
27-0202-02
Kursleiter*innen
Prof. Dr. phil. Jürg Rüedi
Kursort
Zürich
Bereich
Pädagogik, Psychologie, Didaktik
Kursdaten
Kosten
120 CHF (3 Lektionen)
Verfügbarkeit
Durchführung geplant

Kursleiter*innen

Jürg Rüedi

war von 1987 bis 2020 Dozent für Erziehungswissenschaften und Sonderpädagogik am Kantonalen Seminar Liestal bzw. an der Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel bzw. an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW). Sein besonderes Interesse gilt bis heute den Themen Disziplin, Klassenführung und Unterrichtsstörungen, siehe dazu www.disziplin.ch.