Kurse
Anhand von vielen konkreten Fallbeispielen werden traumapädagogische Herangehensweisen nochmals vertieft
Durch Übertragungsphänomen, die wie Ansteckungen wirken, werden die gleichen Themen oft auf verschiedenen Ebenen sichtbar. So erkennst du mit dieser Methode eine Thematik schon früh. Dadurch ist es schnell möglich, positive pädagogische Antworten zu entwerfen und sie auch anzuwenden. Du lernst Vorgänge und Situationen von der Metaebene her zu beobachten und dich weniger von den Dynamiken ins Geschehen hineinziehen zu lassen. So behältst du die Übersicht und damit auch deinen Sicheren Ort, das macht es einfacher, den Sicheren Ort an die SuS weiterzugeben.
Kinder und Jugendliche, die viel Schwieriges erlebt haben, konnten die Fragmente, die sich durch diese Belastungen ergeben, oft noch nicht zusammenfügen. Die Schule ist ein Ort, wo dieses Zusammenfügen geschehen kann, denn eigentlich ist das Hauptmerkmal von Schule das Zusammenfügen: einzelne SuS werden zu Gruppen und Klassen zusammengefügt, Lernen ist Zusammenfügen, eine Abfolge in der Gymnastik ist Zusammenfügen, miteinander singen, etc. Dieses Modul soll die Bedeutung des Zusammenfügens so richtig bewusst machen. In der Atmosphäre des Zusammenfügens können sich auch die eigenen Fragmente zusammenfügen, auch wenn wir als Pädagoginnen und Pädagogen nie therapeutisch tätig sind; Zusammenfügen kann nämlich auch wieder ansteckend sein!
Videos und Dokumente für die eigenständige Bearbeitung im individuellen Tempo
Alle Schulstufen, alle Zyklen, auch für Sondersettings geeignet. Für Schulleitungen, Lehrpersonen, SHP, SSA, DaZ/DaF-Lehrpersonen, etc.
Alle
Marianne Herzog ist Sekundarlehrerin, Fachberaterin und Fachpädagogin Psychotraumatologie SIPT und Supervisorin bso. 2018 hat sich Marianne Herzog selbständig gemacht nach ihrer Tätigkeit als Fachbeauftragte beim Erziehungsdepartement Basel-Stadt, wo sie das Umfeld von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und zusätzlichen Belastungen beraten hat. Als Traumapädagogin hat sie sich im In- und Ausland einen Namen gemacht, indem sie unter anderem komplexe hirnorganische Vorgänge bildlich darstellt, damit man sich auch unter Belastungen wieder daran erinnern kann. Sie ist Autorin des Buches «Lily, Ben und Omid», einem Standardwerk für Schule, Familie und Therapie, das in 19 Sprachen gedruckt ist.